Wahlkampf-Aktion: Linkspartei verteilt „Marihuana“-Baggys

Hand hält ein Tütchen mit einer Krätermischung
Symbolbild: Fake-Marihuana
Glaskunst, Vaporizer und alles rund ums Dabbing

Zum Glück haben im deutschen Parlament nur noch die Hänger von CDU und AfD so richtig was gegen eine Cannabis-Legalisierung. Also, die SPD ist natürlich immer für einen Rückzieher gut, aber das ist ein anderes Thema. Den anderen Parteien ist in dieser Sache schon seit Längerem ein Licht aufgegangen. So auch der Linkspartei, die immer wieder versucht, das Thema mit kritischen Anfragen (z.B. zum Thema synthetische Cannabinoide) und progressiven Gesetzesvorschlägen in den Fokus des Bundestags zu bringen und die Versäumnisse der Koalitionsregierung anzuprangern. Auf der anderen Seite wird natürlich auch versucht, uninformierte oder verschreckte Bürger zu sensibilisieren und aufzuzeigen, worum es im Kern geht und warum eine Regulierung der einzig richtige Weg ist.

Zu diesem Zweck hat sich Die Linke in Westsachsen eine öffentlichkeitsstarke Aktion zum 4/20-Day, dem inoffiziellen Weltkiffertag, überlegt, um die Anwohner Bornas ein Stück weit aufzurütteln und aufzuklären: rund um den Partei-Stand am Marktplatz wurden prall gefüllte Cannabis-Tütchen verteilt. Stilecht mit einem Ziplock-Verschluss sowie dem obligatorischen Hanfblatt, ganz so wie Cannabisfreunde es vom Schwarzmarkt gewohnt sind. Und obwohl sich natürlich kein Marihuana in den Beuteln befand, sondern je nach Quelle gerebeltes Oregano (tag24.de) bzw. Kräutertee (Facebook-Post der Initiatorin), machten nicht wenige Anwohner verschämt einen Bogen um den Stand, so Beobachter. Ein weiterer Beleg dafür, dass für die Legalisierungsbefürworter noch viel Arbeit nötig sein wird. Andererseits führte das Ganze auch zu vielen guten Bürger-Gesprächen und einem gesunden Meinungsaustausch, so Julia Schramm, Bundestagskandidatin der Linken und einer der Köpfe hinter der Aktion.

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