British American Tobacco (Camel, American Spirit): in Zukunft Cannabis statt Zigaretten

Das Sortiment eines CBD-Cannabis-Automaten
Blick auf das Sortiment des Cannamats

Erst fordert der Chef von Philip Morris (Produzent von Marlboro und vieler Marken mehr) ein vollständiges Zigaretten-Verbot ab 2030. Und nun kündigt British American Tobacco an, in Zukunft mehr auf Cannabis setzen zu wollen. Beginnt endlich ein gesundheitsbewussteres Umdenken – nicht nur in den Köpfen der Menschen, sogar in den Köpfen von Tabakfirmen-CEOs?

Klar ist auf jeden Fall: Zigaretten sind auf dem absteigenden Ast. Und das natürlich völlig zu Recht. Sie sind praktisch die einzige Droge ohne jeden Effekt, dafür eine der tödlichsten, die es überhaupt nur gibt. Kein einziger Mensch braucht Tabak – es sei denn, er ist süchtig. So oder so: die Raucherinnen und Raucher werden immer weniger. Aus diesem Grund setzen Tabakfirmen nach und nach vermehrt auf Cannabis.

British American Tobacco, Großbritanniens größtes Tabakunternehmen und Produzent von Marken wie American Spirit oder Camel prescht ordentlich im Cannabis-Bereich vor. Vor Kurzem gab es 175 Millionen US-Dollar aus, um größter Anteilseigner (fast 20 Prozent) am kanadischen Medizinalcannabis-Produzenten Organigram zu werden.

Setzen alle Tabakfirmen in Zukunft auf Cannabis statt Nikotin?

Und auch Kingsley Wheaton, Chief Marketing Officer von British American Tobacco, ist der Meinung, dass legale Cannabisprodukte in der Zukunft des Unternehmens eine wichtige Rolle spielen werden: „Wenn wir über unser Portfolio für die Zukunft nachdenken, sind sicherlich Produkte jenseits von Nikotin für uns interessant.“ Cannabisbasierte Produkte würden zum zukünftigen Wachstum gehören, so Wheaton weiter.

Das Unternehmen wird seine Bemühungen zunächst auf legales, aus Hanf gewonnenes CBD konzentrieren und hat als ersten Versuch bereits mit dem Verkauf eines neuen CBD-Vape-Produkts in Manchester begonnen. Die Firma hat in diesem Jahr bereits mehr als 316 Milliarden Zigaretten verkauft. Mehr als ein Drittel der Einnahmen des Unternehmens stammen jedoch von Vaping-Marken und anderen Nikotinzuführungsformen wie Vuse, Velo und glo.

Es steht zu vermuten, dass noch weitere Tabakfirmen dem Beispiel folgen und in den Cannabis-Markt einsteigen. Altria, eine der größten Firmen im Sektor, besitzt bereits ebenfalls große Anteile an entsprechenden Unternehmen und setzt sich nun im amerikanischen Kongress für cannabisfreundlichere Gesetze ein.

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