Cannabis-Trichome: was sind Trichome und was können sie?

Cannabis Trichome
Trichome auf Cannabis
Glaskunst, Vaporizer und alles rund ums Dabbing

Es ist Zeit, über die unterschätzten Helden der Cannabispflanze zu sprechen: Trichome! Was sind Trichome? Sie sehen aus wie frostige Kristalle oder durchsichtige Härchen überall auf den Blüten. Sobald man sie sieht, weiß man, dass man sich auf einen Leckerbissen freuen kann. Denn Trichome sind die kleinen Fabriken, die das THC und andere Cannabinoide sowie Terpene produzieren. Ohne Trichome hätte Cannabis nicht seine Wirkung, Gerüche und Geschmäcker, für die es so bekannt ist!

Was sind Cannabis-Trichome?

Trichome sind die klebrigen, kleinen und haarähnlichen Strukturen, die überall auf hochwertigen Cannabisblüten zu finden sind, nicht zu verwechseln mit den ebenfalls, wenn auch auf andere Weise haarähnlichen Stigmen, die oft beispielsweise eine orangene Farbe aufweisen. Eigentlich sind Trichome Drüsen, die das begehrte Harz auf der Cannabispflanze produzieren. Wenn man sie unter einem Mikroskop betrachten würde, würden sie wie winzige Pilze aussehen. Cannabis-Trichome bedecken den Großteil der Pflanze und sind besonders reichlich an der Spitze und an den Blüten vorhanden.

Die Multifunktionalität der Trichome

Trichome sind also für die Harzproduktion in Cannabispflanzen verantwortlich. Somit sind Trichome der Ort, an dem man eine große Menge an THC und anderen Cannabinoiden findet. Doch warum produzieren die Trichome all dieses Harz? Das liegt daran, dass die Trichome bei Cannabispflanzen in der freien Natur als Verteidigungsmechanismus fungieren. Mit ihrem bitteren Geschmack, ihrem intensiven Geruch und ihrer psychoaktiven Wirkung schrecken sie Insekten und Tiere ab. Außerdem schützen sie die Pflanzen vor schädlichen UV-Strahlen, starkem Wind und Pilzen. Das ist mal Multitasking!

Warum sind Trichome für Cannabis so wichtig?

Die Trichome schützen nicht nur die Cannabispflanze, sondern sind auch dafür verantwortlich, warum Cannabis so viel Spaß beim Rauchen macht. Sie sind die kleinen THC-Produzenten der Cannabispflanze. Die Terpene arbeiten hart, um das THC und Hunderte weitere Arten von Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden zu produzieren.

Die Cannabinoide

Es gibt weit über Hundert verschiedene Cannabinoide, die bisher identifiziert wurden. Es gibt die bekannten wie THC und CBD, aber auch all die anderen, psychoaktiv oder nicht, tragen immer noch zur Gesamtwirkung von Gras bei. Wenn man Cannabis konsumiert, interagiert das körpereigene Endocannabinoidsystem mit den Cannabinoiden im Joint. So wird das angenehme Gefühl ausgelöst, das allgemein als „High“ bekannt ist.

Die Terpene

Was macht beispielsweise Pineapple Express so fruchtig? Das sind die Terpene! Terpene sind Aromen emittierende Phenole, also Elemente, die zu den verschiedenen Geschmacksrichtungen und Aromen beitragen, die wir mit verschiedenen Cannabissorten assoziieren. Sie wirken auch auf ähnliche Funktionsweise wie THC, indem sie sich an Rezeptoren im Gehirn binden und verschiedene Effekte stimulieren, die wir mit dem Rausch assoziieren.

Und nicht zuletzt die Flavonoide

Nicht zuletzt arbeiten auch Flavonoide mit Terpenen zusammen, um die Farbe, den Geschmack und den Geruch von Cannabis zu verbessern. Diese Phytonährstoffe arbeiten mit den anderen Verbindungen zusammen, um eine wunderbare Vielfalt an gesunden Vorteilen zu schaffen. Ein Glück, dass etwas so Leckeres auch so nützlich ist!

Unterschiedliche Arten von Cannabis-Trichomen

Es gibt drei Arten von Trichomen der Cannabispflanze: knollige Trichome, solche mit Kopf und Stiel und solche mit Kopf, aber nur kaum wahrnehmbaren Stiel. Sie alle tragen dazu bei, dass Cannabis so gut schmeckt und sich so gut anfühlt, wie es tut, indem sie große Mengen an Cannabinoiden und Ölen produzieren.

Knollige Trichome

Knollige Trichome sind absolut winzig – etwa zehn bis 15 Mikrometer! Diese kugelförmigen Trichome erscheinen überall auf der gesamten Pflanze, auch wenn man sie vielleicht nicht bemerkt, da sie für das menschliche Auge fast unsichtbar sind. Sie tragen nicht so viel zum Gesamtkomplex bei wie die anderen beiden Typen, enthalten aber auch immer noch all das gute Zeug, wenn auch in geringerer Konzentration.

Trichome mit kleinem Stiel

Die nächsten in der Reihe sind die „kopfigen“ Trichome, die ein bisschen größer sind als ihre knolligen Freunde. Diese Trichome haben sowohl einen Kopf als auch einen kleinen Stiel und sind reichlich mit Cannabinoiden versehen. Solche Trichome sind häufiger vorzufinden und hängen gerne an der Spitze der Pflanze herum.

Trichome mit langem Stiel

Und schließlich die Kraftpakete der Gruppe – die Trichome mit den langen Stilen! Diese sind mit dem bloßen Auge leicht zu erkennen, zwischen 50 und 100 Mikrometer breit und haben einen Stiel mit einem großen Drüsenkopf. Diese Trichome produzieren die meisten Cannabinoide der drei Arten und sind besonders gut für die Ernte zur Produktion von Ölen geeignet.

Was die Cannabis-Trichome verraten

Wenn man sich wachsende Blüten mit einer Makrokamera oder einer Lupe genau ansieht, kann man eine Menge darüber lernen, wie die Trichome genau aussehen. Allein durch die Bestimmung der Farbe und der Opazität kann herausgefunden werden, ob das Cannabis bereit für die Ernte ist!

Erntezeitpunkt

Man kann schauen, ob die Pflanze bereit für die Ernte ist, indem man analysiert, wie sich ihre Trichome entwickelt haben. Der Farbton und die Durchsichtigkeit der Trichome sind ein Hinweis darauf, wie viel THC-Konzentration wohl in den Buds vorhanden ist. Man sollte nicht ernten, wenn die Trichome noch klar sind. Denn dann haben sie sich noch nicht vollständig entwickelt und können noch mehr Harz produzieren.

In den letzten zwei Wochen der Blütezeit kann man milchige Trichome bemerken. Dies bedeutet, dass die Produktion zunimmt. Anschließend beginnen die Trichome allmählich, bernsteinfarben zu werden, was ein Indikator für die Trichom-Reife ist. Je nachdem, wenn man fragt, gibt es dazu die unterschiedlichsten Ansichten. Eine davon ist die, bei Sativas zu ernten, wenn etwa 30 Prozent der Trichome bernsteinfarben verfärbt sind, und wenn man mit einer Indica arbeitet, zu warten bis etwa drei Viertel der Trichome bernsteinfarben sind.

Wirkung

Wie die Trichome aussehen, wenn man sich für die Ernte entscheidet, spielt eine heftige Rolle für die Wirkung der Blüten! Unabhängig davon muss sichergestellt werden, dass die Köpfe der Trichome vor der Ernte voll entwickelt sind. Aber auch innerhalb dieses Zeitfensters gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die auch die Art des Rausches des fertigen Cannabis beeinflussen. Trübe Trichome werden eher mit einem energiegeladenen High aufwarten, während bernsteinfarbene Trichome eine weitaus körperlichere, sedierende Wirkung aufweisen. Eine gleiche Mischung aus beiden Trichomen liefert eine kombinierte Wirkung und eine schöne Balance zwischen Kopf- und Körper-High.

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