Was man für Cannabis bezahlen muss: aktueller Straßenpreis in Deutschland

Cannabispflanze umgeben von 50-Euro-Scheinen

Anlässlich der (hoffentlich kurz) bevorstehenden Legalisierung von Cannabis in Deutschland wurde von der Vergleichsseite für Cannabis, Weedindex.io, der Cannabis Preis Index 2022, veröffentlicht. Die Analyse soll sich ausführlich mit den Marktpreisen von Marihuana in Deutschland auseinandersetzen. Mithilfe einer Analyse von Daten zu Konsum und dem aktuellen Straßenpreis von Cannabis wurden die zu erwartenden Steuereinnahmen für acht ausgewählte Großstädte ermittelt.

Cannabis-Straßenpreise und -Konsummenge für ausgewählte deutsche Großstädte, erwartbare Steuereinnahmen

Unterschiede im Straßenpreis von Cannabis

Die Straßenpreise für ein Gramm Cannabis auf dem Schwarzmarkt bzw. beim lokalen Händler unterscheiden sich zwischen den deutschen Großstädten teils gewaltig. Während man in Frankfurt am Main im Schnitt 8,23 Euro pro Gramm zahlt, sind es in München bereits 11,65 Euro pro Gramm und damit 40 Prozent mehr als in der Bankenmetropole. München ist von allen acht untersuchten Städten die Stadt mit den teuersten Preisen für Cannabis von der Straße, gefolgt von Berlin mit 10,82 Euro pro Gramm und Stuttgart mit 10,80 Euro. In Hamburg, Köln, Düsseldorf, Hannover und Frankfurt am Main bleibt das Gramm in der Regel unter dem sogenannten Zehner. In keiner deutschen Großstadt wird so viel gekifft wie in Berlin. Trotz aller Gesetzwidrigkeit werden jährlich schätzungsweise 11,6 Tonnen Cannabis konsumiert. Etwa halb so viel rauchen die Hamburger mit 5,9 Tonnen im Jahr.   

Die Ampelparteien haben die Legalisierung in ihrem Koalitionsvertrag verankert. Eine vollständige Entkriminalisierung des Besitzes und Konsums von Cannabis ist nur noch eine Frage der Zeit und könnte dem Bund insgesamt mehrere Milliarden Euro Mehreinnahmen bringen, wie auch Hochschätzungen anhand der Konsumdaten der Großstädte signalisieren. Allein die Berliner Kiffer könnten dem Haushalt 100,4 Millionen Euro Steuereinnahmen generieren, angenommen die Marktpreise blieben und das aktuelle Tabaksteuermodell würde angewendet. München und Hamburg könnten jeweils mehr als 40 Millionen Euro einnehmen. Das US-amerikanische Modell, wie es zum Beispiel in Colorado angewendet wird, wäre weniger lukrativ für den Steuernehmer aber brächte jeder Stadt dennoch mehrere Millionen Euro Steuermehreinnahmen.

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