USA: Tausende Cannabis-Vorstrafen werden gelöscht, Haftstrafen ausgesetzt

Glaskunst, Vaporizer und alles rund ums Dabbing

Stell dir vor, du sitzt wegen Cannabisbesitz im Knast und dann wird legalisiert. Kein angenehmer Gedanke, zumindest solange die Politik nicht so konsequent ist, die Freigabe auch auf die (gerade in den USA) zahlreichen Gefängnisinsassen mit dem entsprechendem Tathintergrund anzuwenden. Genau das hat der Bürgermeister Colorados, Michael Hancock, nun vor.

Allein in der Zeit vor der Legalisierung von 2001 bis 2013 wurden nur in Denver über 10.000 Menschen, das sind immerhin etwa zwei Prozent der Gesamtbevölkerung, wegen geringerer Cannabisdelikte (zum Beispiel Besitz und Konsum) eingesperrt. Dreimal darf man jetzt raten, welche Bevölkerungsgruppen überproportional von den Haftstrafen betroffen sind. Kleiner Tipp: weiß und wohl situiert sind jedenfalls die Wenigsten von ihnen. Auch Cannabisfreunde, die bereits wieder auf freiem Fuß sind, aber unter ihrem verschandelten Führungszeugnis zu leiden haben, würden durch eine Bereinigung von den Maßnahmen profitieren. Bürgermeister Hancock, Vorsitzender einer Task Force zur Aus- und Bewertung der Auswirkungen aller mit der Cannabis-Freigabe zusammenhängenden Faktoren, nennt den „War of Drugs“ eine „Ungerechtigkeit, die korrigiert werden muss“. Wow, diese Worte aus dem Mund eines regierenden Volksvertreters zu hören tut gut. Wirklich schade, dass so viele Deutsche nach wie vor die CDU/CSU wählen, denn Politiker vom Schlage Hanckocks würden mit Sicherheit auch Deutschland guttun.

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