Es ist geschafft: New York legalisiert Cannabis

Fotomontage: New Yorker Freiheitsstatue hält Joint hoch
Fotomontage: Freiheitsstatue mit Joint
Glaskunst, Vaporizer und alles rund ums Dabbing

Zuletzt häuften sich die vielversprechenden Cannabis-News aus dem US-Bundestaat New York in immer höherer Schlagzahl. Der süße Duft der Freigabe lag also schon länger in der Luft, doch auf dem Weg dahin gab es noch einige Stolpersteine zu überwinden. Nachdem Gouverneur Andrew Cuomo, der eine Cannabis-Legalisierung immer wieder auf die politische Tagesordnung gesetzt hatte, in der Vergangenheit einige Rückschläge in Sachen Freigabe einstecken musste, konnte man sich am gestrigen Donnerstag nun endlich einigen: in Zukunft soll jeder New Yorker über 21 Jahre die Möglichkeit haben, ganz legal Cannabisprodukte zu erstehen und sie auch in club-ähnlichen Locations in Ruhe konsumieren zu dürfen. Auch der Eigenanbau von bis zu sechs Pflanzen wird gestattet sein.

Neben der Austrocknung des Schwarzmarkts versprechen sich die Befürworter von der Gesetzesänderung Steuereinnahmen in Höhe von 1,2 bis 4,2 (!) Milliarden US-Dollar bis 2023 bzw. 2027. Doch auch die soziale Komponente steht im Fokus: „Für mich geht es hier um viel mehr als nur um Einnahmen: es geht darum, in das Leben der Menschen zu investieren, die geschädigt wurden”, so die Abgeordnete der Demokraten Crystal Peoples-Stokes, die zur Speerspitze der New Yorker Legalisierungs-Bewegung zählt.

Wann treten die Regelungen in Kraft?

Böse Zungen behaupten übrigens, dass die langersehnte Legalisierung überraschenderweise auch den Belästigungsvorwürfen, die seit einigen Monaten gegen Cuomo im Raum stehen, zu verdanken haben. So eine Cannabislegalisierung sei natürlich ein aufmerksamkeitsstarkes Thema, das die Presselandschaft in Wallung versetze und dementsprechend geeignet sei, gesellschaftliche Debatten in andere Bahnen zu lenken, so die Vermutung spitzzüngiger politischer Beobachter.

Die vielen Menschen, die seit Jahrzehnten unter der Verbotspolitik zu leiden hatten, darunter überproportional viele Angehörige von Minderheiten, wird aber wohl vor allem eines interessieren: wann die Regelung in Kraft tritt. Während die erwartete Bestätigung im Parlament bereits im Laufe der nächsten Woche erwartet wird, könnte durchaus noch ein Jahr vergehen, bis die ausgearbeiteten Regularien praktisch umgesetzt werden können.

Highway - Das Cannabismagazin Ausgabe 02/2021

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