Daniela Ludwigs Cannabis-Kampagne: Jetzt auch noch Urheberrechtsverletzungen!

Daniela Ludwig Cannabis-Kampagne
Symbolbild
Glaskunst, Vaporizer und alles rund ums Dabbing

Meinung

Lügen, betrügen und fälschen – ja, so kennen wir unsere CDU/CSU. Wer es richtig raushat bei der Union, stopft sich währenddessen auch noch die Taschen voll. Die Meisterin der Lüge und der Unwahrheit ist sicherlich Daniela Ludwig, die unsinnigerweise das Amt der deutschen Drogenbeauftragten zugeschustert bekommen hat. Wie viele Artikel mussten wir schon veröffentlichen, um die Dummdreistigkeit Ludwigs immer wieder aufzuarbeiten.

Alles, was sie im Bereich der Drogenpolitik anfasst, ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Bürgers. Und dazu scheint sie noch eine seltsame Wette verloren zu haben: denn eine ihrer zentralen „Arbeiten“ als Drogenbeauftragter besteht neben der Verhöhnung der Opfer der deutschen Drogenpolitik darin, sich selbst auf eine solch fast schon unerträgliche Art und Weise lächerlich zu machen, dass man kaum hingucken mag.

Wovon reden wir? Nein, nicht von Ludwigs Instagram-Account, an die dort präsentierten Peinlichkeiten haben wir uns schon seit geraumer Zeit gewöhnt. Meinen wir die Pro-Alkohol-Gedichte, die sie auf Bürgeranfragen zum Besten gibt, statt zu antworten? Nein, wir meinen die Cannabis-Kampagne „Mach dich schlau“ unter der Schirmherrschaft von Daniela Ludwig, eine Steuerverschwendung sondergleichen, die von unfähigen Menschen erstellt wurde, denen offenbar alles völlig scheißegal ist.

Angebliches Ziel der Kampagne ist es, Jugendliche vor Cannabis zu „warnen“. Die Umsetzung ist allerdings derart missraten, dass selbst an schrottige, von Idioten konzipierte 10-Sekunden-Clips gewöhnte Jugendliche die Videos der Kampagne maximal aushalten würden, wenn sie vollkommen zugedröhnt wären. Skripts und Videos, die jede Projekt-AG der zehnten Klasse besser machen würde, werden hier den Steuerzahlern in Rechnung gestellt. Wie unglaublich schlecht die Kampagne in jeder Hinsicht gemacht ist, kann hier noch einmal bei uns kurz aufgefrischt werden.

Dass Daniela Ludwig als Ober-Bestimmerin aller Kiffer-Jagenden denkt, sie stünde über dem Gesetz und könne einfach die Persönlichkeitsrechte Dritter verletzen, indem sie private Nachrichten öffentlich bei Twitter veröffentlicht, hat sie schon bewiesen. Aber auch das Team von „Mach dich schlau“ hat nun gezeigt, dass sie auf Recht und Gesetz scheißen. Alle Kiffer in Knast und Psychiatrie stecken wollen, einfach weil das Gesetz derzeit noch so ist und außerdem die Bundesregierung ein paar Hunderttausend Euro rübergeschickt hat, okay – da kommen wir noch mit.

Aber nun? Diesmal hat Ludwigs Cannabis-Kampagne auf ihrer Website und dem dazugehörigen Instagram-Account Videos bekannter YouTuber hochgeladen, die aufklären sollen. Das größte Problem an dieser Sache: einige der Protagonisten, darunter die bekannte Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim (maiLab), wussten gar nicht, dass sie Teil der Kampagne sind. Auch, dass ihre Erkenntnisse teils sinnentfremdend von der Ludwig-Kampagne zusammengeschnitten worden sind, ist natürlich an Unerträglichkeit kaum zu überbieten.

Währenddessen war sich die deutsche Bundesdrogenbeauftrage Daniela Ludwig höchstpersönlich nicht zu schade, ihre Cannabis-Kampagne und den Verstoß gegen Urheberrecht, Anstand und Sitten bei Twitter zu beklatschen, bei Twitter zu posten – und dazu noch mit dem Hashtag #MaiLab alle Welt darauf aufmerksam zu machen. Und die Reaktion von Mai Thi Nguyen-Kim kam prompt. Zuerst bei Twitter:

Original-Tweet von Daniela Ludwig
Original-Tweet von Daniela Ludwig, Antwort von Mai Thi Nguyen-Kim (unten)

Und dann per Drohung mit Strafverfolgung: das öffentlich-rechtliche Jugendnetzwerk Funk hat innerhalb eines Tages die Löschung des betreffenden Videos durchgesetzt. Auf der Website der Kampagne wurde die gekürzte und zusammengestückelte Version der Bundesdrogenbeauftragten durch die vollen, ungekürzten 22 Minuten des Videos ersetzt, was nicht gegen das Urheberrecht verstößt, da dies von Funk so zur allgemeinen Nutzung freigegeben ist. Einer Absprache mit der Bundesregierung wird aber auch in diesem Fall seitens Funk widersprochen.

Ja, wie dumm kann man denn sein? Ist das die weltberühmte Brokkoli-Psychose? Einfach mal schön Leute dafür einspannen, die nichts davon wissen, und dann dazu noch deren Urheberrechte verletzten. Ja, das ist die CDU/CSU! Erst monatelang rumschreien: „Wir brauchen Uploadfilter! Nein, nicht weil die Lobby das so möchte. Für die Urheberrechte natürlich!“ und dann, um mal schnell völlig zugekokst im Homeoffice die scheiß Kiffer zu denunzieren: „Ach, die komische Wissenschafts-Alte wird das schon nicht merken, wenn wir ihr Video nehmen und ins Internet stellen.“

Peinlich! Peinlich für die Agentur! Peinlich für Daniela Ludwig! Peinlich für Deutschland! Wir bleiben bei unserer Einschätzung: Wer CDU/CSU wählt, verrät seine Kinder! Und wer sich mal richtig über Cannabis schlau machen möchte und dabei nicht von Lobby-Politikern und Steuergeld-Abgreifern verarscht werden möchte, schaut besser unter cannabisfakten.de, wie es richtig geht!

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